Ratgeber Morbus Alzheimer

Informationen für Betroffene und Interessierte

Was ist eigentlich Morbus Alzheimer?

Die Alzheimer-Demenz tritt überwiegend in höherem Lebensalter auf. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts beträgt in Deutschland der Anteil der Demenzkranken an der Bevölkerung über 65 Jahren ca. 6,5 bis 7,3 %. Frauen sind dabei mehr als doppelt so oft betroffen wie Männer. Dies wird u. a. auf die höhere Lebenserwartung bei Frauen zurückgeführt. In den westlichen Industrienationen wird mit einem weiteren Anstieg der Alzheimerpatientenzahl gerechnet, weil die Lebenserwartung hier stetig weiter ansteigt.

Mit dem Begriff Morbus Alzheimer wird eine neurodegenerative Erkrankung bezeichnet, die mit 60-70 % aller Demenzerkrankungen die häufigste Form darstellt. Eines der charakteristischen Merkmale der Demenz vom Typ Alzheimer ist der Niedergang der kognitiven Fähigkeiten. Beschrieben wurde die Erkrankung erstmals 1906 von dem deutschen Arzt Alois Alzheimer, nach dem sie benannt wurde. Nach dem Tod einer Patientin bemerkte er in ihrem von ihm posthum untersuchten Gehirn Ablagerungen, die man heute „Plaques“ nennt, und er stellte fest, dass zudem Veränderungen der Nervenzellen stattgefunden hatten.

Neben der am häufigsten vorkommenden Alzheimer-Demenz zählen zu den Demenzerkrankungen vor allem die vaskuläre Demenz und verschiedene andere, seltenere Erkrankungen. Ihnen gemeinsam ist, dass alle u. a. eine Minderung der Gedächtnisleistung, des Denkvermögens und der Sprachfähigkeit mit sich bringen.

Häufig ist es nicht leicht, mit Alzheimer-Patienten umzugehen, mit ihnen zu leben und sie zu pflegen und sie zu versorgen. Die Betroffenen sind oft stark desorientiert und brauchen eine sehr intensive Anleitung und Führung. Dabei ist es besonders wichtig, dass die Pflegenden/Angehörigen fürsorglich und ruhig, aber bestimmt auftreten und so dem Betroffenen Sicherheit und Orientierung bieten. Ohne Geduld, wiederholte Vermittlung von Informationen und Einteilung komplexer Handlungsabläufe in überschaubare Teilschritte kommen die Patienten oft nicht zurecht.

Wichtig ist es, darauf zu achten, dass Alzheimer-Patienten nicht über-, aber auch nicht unterfordert werden, damit ihre geistige Leistungskraft so gut wie möglich erhalten bzw. gefördert werden kann. Sicherheit und Stabilität gewinnen die Betroffenen, wenn die Betreuer einfache Regeln und Gewohnheiten etablieren, die als Routine einen Leitfaden für den Tagesablauf bieten.

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