Ratgeber Morbus Alzheimer

Informationen für Betroffene und Interessierte

Wie und warum entsteht Alzheimer-Demenz?

Wie kommt es zur Alzheimer-Demenz, was tut sich im Gehirn Betroffener? Warum diese Krankheit entsteht und welche Einflüsse zu ihrer Entstehung führen, ist immer noch ungeklärt. Es gibt jedoch Hinweise auf mögliche Risiken: Mit fortschreitendem Alter steigt das Risiko einer Erkrankung. Zudem werden metabolische und genetische Störungen als Ursachen diskutiert. Zu den Risikofaktoren, die das Entstehen der Krankheit begünstigen könnten, gehören z. B. auch ein vorangegangenes Schädel-Hirn-Trauma sowie bestimmte Grunderkrankungen (z. B. das Downsyndrom).

Eine wichtige Rolle scheint auch die Ernährungsweise zu spielen: Eine Studie mit mehr als 2.000 älteren Menschen ergab: Viel Gemüse, Nüsse und Fisch sowie ein Verzicht auf fetthaltige Milchprodukte könnten möglicherweise vor einer Alzheimer-Demenz schützen. Studienteilnehmer, die die größten Mengen der empfohlenen Nahrungsmittel aßen, hatten ein um 42 % geringeres Alzheimer-Risiko als jene, die weitgehend darauf verzichteten. Die Forscher fanden zu dem heraus, dass sich eine Kost, die reich an Folat, Vitamin E, Omega-3- und -6-Fettsäuren, aber arm an gesättigtem Fett und Vitamin B12 war, günstig auswirkte.

Typischerweise entstehen bei der Alzheimer Demenz im Gehirn zwei verschiedene Typen von Ablagerungen, die letztendlich für den Abbau der geistigen Leistungsfähigkeit sorgen. Einerseits entstehen sog. Plaques (Eiweißablagerungen), die aus Protein (Amyloid) bestehen. Diese Plaques lagern sich zwischen den Nervenzellen ab und behindern so die Informationsübermittlung. Zudem entstehen innerhalb der Nervenzellen sog. Alzheimer-Fibrillen. Sie bestehen aus sog. Tau-Proteinen, die im gesunden Körper die Zellstruktur stabilisieren. Bei Alzheimer-Patienten bilden die Fibrillen Knäuel. Die Folge: ein Absterben der Nervenzellen und eine Verminderung der Hirnmasse. Sterben Nervenzellen dort ab, wo der Botenstoff Acetylcholin hergestellt wird, kann ein Botenstoffmangel eintreten und die Reizübermittlung zwischen den Nervenzellen wird beeinträchtigt.

Die Betroffenen leiden v. a. an Gedächtnisstörungen sowie an Minderungen des geistigen Leistungsvermögens. Ist die Krankheit weit fortgeschritten, verändert sich auch die Persönlichkeit der Patienten. Viele Alzheimer-Demente erkennen sich selbst und andere Personen nicht mehr. Infolgedessen sind sie häufig desorientiert.

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